Welches Holz eignet sich am besten für Gartenmöbel?

Illustration einer verwitterten Gartenbank aus Teak und eines Pflanzkastens aus Riesen-Lebensbaum zwischen Blättern im sanften Sonnenlicht

Teak ist der Maßstab für Gartenmöbel. Ipé, Weißeiche, Robinie, Riesen-Lebensbaum, Küstenmammutbaum und Sumpfzypresse sind gute Alternativen. Ihr Kernholz enthält natürliche Öle oder Inhaltsstoffe, die es vor Fäulnis und Insekten schützen. Beliebte Hölzer für den Innenbereich wie Ahorn, Roteiche, Pappel, Kirsche und Birke verrotten draußen dagegen innerhalb weniger Jahre – selbst mit sorgfältiger Oberflächenbehandlung.

Sieben Holzarten, die draußen lange halten

Teak: ölhaltig, formstabil und fäulnisbeständig. Es verwittert silbergrau und hält auch unbehandelt jahrzehntelang. Ipé: extrem dicht (rund 3500 auf der Janka-Skala) und sehr langlebig, aber schwer und anspruchsvoll bei der Bearbeitung. Weißeiche: Verschlossene Poren halten Wasser ab; eine robuste, preiswerte heimische Wahl. Robinie: Eines der fäulnisbeständigsten Hölzer Nordamerikas – daraus gefertigte Zaunpfähle überdauern oft die Menschen, die sie gesetzt haben.

Riesen-Lebensbaum: leicht, formstabil und aromatisch, einfach zu bearbeiten, aber weich genug für Druckstellen. Küstenmammutbaum: ähnlich wie der Riesen-Lebensbaum, mit satter Farbe und ausgezeichneter Fäulnisbeständigkeit bei altem Holz oder Kernholz. Sumpfzypresse: langlebig und im Süden der USA zu moderaten Preisen erhältlich.

Kernholz ist wichtiger als die Holzart

Die Fäulnisbeständigkeit steckt im Kernholz, dem dunkleren Inneren des Stamms. Das helle Splintholz fast aller Arten – auch bei Teak und Riesen-Lebensbaum – verrottet wie gewöhnliches Holz. Achte beim Kauf darauf, dass Bretter aus Riesen-Lebensbaum oder Küstenmammutbaum durchgehend dunkel sind. Kesseldruckimprägnierte Kiefer ist die günstige Alternative: Chemikalien gleichen das fehlende widerstandsfähige Kernholz aus. Für Sitzflächen oder Tischplatten ist sie aber nicht ideal.

LasWood-Holzartenprofil mit typischen Verwendungszwecken und Eigenschaften
Holzartenprofile zeigen Haltbarkeit und typische Verwendungszwecke – so erkennst du, ob ein Brett für draußen geeignet ist.

Wetterfest bauen und behandeln

Auch langlebiges Holz hält mit der richtigen Konstruktion länger. Lass zwischen den Latten Abstand, damit Wasser ablaufen kann. Schütze die Beine mit Füßen oder Gleitern vor Bodenkontakt und verwende Schrauben aus Edelstahl oder mit Beschichtung: Die Gerbstoffe der Eiche verursachen an einfachem Stahl schwarze Streifen. Einziehende Holzöle mit UV-Schutz erhalten die Farbe. Teak, Riesen-Lebensbaum und Weißeiche kannst du auch natürlich vergrauen lassen – das spart den jährlichen Neuanstrich.

Gebrauchte Gartenmöbel aus Holz kaufen

"Teak" in einer Gebrauchtanzeige ist oft Akazie, Eukalyptus oder Meranti – Hölzer, die deutlich weniger lange halten. Fotografiere eine saubere Stelle an der Unterseite oder das Ende eines Beins: LasWood bestimmt die Holzart, bevor du den Preis für Teak bezahlst. Das funktioniert auch bei Holz für ein neues Projekt. So prüfst du, ob du wirklich die langlebige Holzart bekommen hast, für die du bezahlt hast.

Häufige Fragen

Ist Akazie gut für Gartenmöbel geeignet?

Akazie ist recht langlebig und preiswert – deshalb wird sie oft für Gartenmöbel verwendet. Sie muss regelmäßig geölt werden und hält in feuchtem Klima deutlich kürzer als Teak oder Weißeiche.

Eignet sich Kiefer für Gartenmöbel?

Unbehandelte Kiefer verrottet draußen innerhalb weniger Jahre. Kesseldruckimprägnierte Kiefer hält deutlich länger und eignet sich für Pflanzkästen und Unterkonstruktionen. Für Sitzflächen und Tische sind Riesen-Lebensbaum oder Weißeiche die bessere Wahl.