Holzarten bei Möbeln erkennen

Um die Holzart eines Möbelstücks zu bestimmen, prüfen Sie zuerst, ob es aus Massivholz statt aus Furnier oder MDF besteht. Suchen Sie dann eine Stelle, an der die Oberfläche unbehandelt oder nur dünn beschichtet ist. Schubladenseiten, die Unterseite einer Tischplatte oder die Rückseite eines Beins lassen sich oft fotografieren, ohne das Möbelstück zu beschädigen.
Massivholz, Furnier oder MDF?
Prüfen Sie eine Kante oder Ecke. Bei Massivholz setzt sich die Maserung um die Ecke fort. Bei Furnier liegt eine dünne Holzschicht auf einem anderen Trägermaterial; oft ist eine Fuge zu erkennen. Sichtbare Spanplatte oder gleichmäßig braunes, faseriges Material an einem Schraubloch deutet auf MDF oder Spanplatte hin. Die Holzart der Oberfläche lässt sich dort nicht bestimmen.
Auch das Gewicht gibt Hinweise. Eine Kommode aus massiver Eiche trägt man am besten zu zweit. Dieselbe Kommode aus furniertem MDF ist noch schwerer, während eine furnierte Wabenplatte auffallend leicht ist.
Maserung trotz Oberflächenbehandlung erkennen
Beize verändert die Farbe, nicht die Holzstruktur. Die offenen Poren der Eiche zeichnen sich durch fast jede Oberflächenbehandlung ab; mit dem Fingernagel spüren Sie die Maserung. Ahorn und Birke bleiben glatt. Nussbaum behält selbst unter bernsteinfarbenem Lack seinen dunklen, leicht violetten Ton. Mahagoni zeigt streifige Maserungen, die je nach Blickwinkel hell oder dunkel wirken.
Die häufigsten Holzarten bei Möbeln
Bei Möbeln aus dem vergangenen Jahrhundert begegnen Ihnen vor allem diese Holzarten: Eiche ist schwer und deutlich gemasert; ältere Stücke zeigen bei Viertelschnitt oft glänzende Markstrahlen. Nussbaum ist schokoladenbraun, fein gemasert und typisch für Mid-Century-Möbel. Ahorn ist hell, glatt und druckfest – oft wird er für Hackblöcke verwendet. Kirschholz hat eine feine, gleichmäßige Maserung und einen warmen rötlich-braunen Ton, der im Sonnenlicht nachdunkelt. Mahagoni ist rötlich und zeigt eine verflochtene, streifige Maserung; es findet sich häufig bei Antiquitäten und Nachbauten.
Kiefer kommt oft bei älteren Gebrauchsmöbeln und Möbeln im Landhausstil vor. Astlöcher, Druckstellen und Harzgeruch im Inneren von Schubladen sind typische Hinweise.
Unbehandelte Stellen fotografieren
Flächen, die später niemand sieht, bleiben in der Fertigung oft unbehandelt. Ziehen Sie eine Schublade heraus und fotografieren Sie ihre Seite oder die Unterseite der Tischplatte, wo das rohe Holz sichtbar ist. Solche Stellen kann LasWood besonders gut bestimmen. Das Holzartenprofil liefert außerdem Angaben zu Härte und Oberflächenbehandlung – genau das, was Sie vor einer Aufarbeitung oder Reparatur wissen sollten.

Häufige Fragen
Woran erkenne ich Furnier statt Massivholz?
Sehen Sie sich die Kante an: Bei Furnier liegt eine dünne Holzschicht auf einem anderen Trägermaterial, und die Maserung der Oberfläche setzt sich nicht um die Ecke fort. Ein identisches, wiederkehrendes Maserungsmuster auf mehreren Flächen ist ein weiterer Hinweis.
Beeinflusst die Holzart, wie ich das Möbelstück aufarbeite?
Ja. Offenporige Hölzer wie Eiche brauchen für eine glatte Oberfläche einen Porenfüller. Kirschholz kann beim Beizen ohne Vorbehandlung fleckig werden, und Ahorn lässt sich meist besser färben als beizen.


